Lexikon
Cystein
Cystein zählt zu den schwefelhaltigen Aminosäuren. Sie ist nicht essentiell. Bei einer zu geringen Zufuhr von Methionin kann Cystein zur unentbehrlichen Aminosäure werden.
Cystein enthält Schwefel, der giftige Schwermetalle wie Kupfer, Cadmium und Quecksilber binden kann. Beachtenswert ist aber die Tatsache, dass durch die Einnahme von Cystein über längeren Zeitraum wichtige Spurenelemente ebenfalls vermehrt ausgeschieden werden.
Immunologische Bedeutung:
Cystein ist am Aufbau, Struktur und Funktion fast aller Proteine beteiligt. Darunter fallen vor allem die Immunzellen mit ihren unterschiedlichen Rezeptorformen. Cystein beschleunigt den Heilungsprozess nach Operationen und bei Brandwunden.
Bedeutung für Knochen / Knorpelgewebe und Haut
Cystein und Cystin sind wesentlich für das Wachstum von Haut und Haaren. Darüber hinaus stärkt Cystein das Bindegewebe. Cystein stellt mit anderen Aminosäuren eine wichtige Grundlage für den Aufbau der Knorpelgrundsubstanz sowie des Kollagens dar. Vor diesem Hintergrunde werden schwefelhaltige Aminosäuren als Chondroprotektiva bei der Behandlung von Arthritis eingesetzt.
Bedeutung für die Antioxidative Kapazität
Cystein und Glutathion bilden den so genannten Thiol-Pool. Sauerstoffradikale und Stickoxidradikale werden durch den Thiol-Pool neutralisiert. Als Bestandteil des Glutathions wirkt Cystein somit antioxidativ.
Cystein hat dadurch einen anti-aging Effekt über die Reduzierung des oxidativen Stresses für den Organismus. Weiter wurde beobachtet, dass ein Cysteinmangel den Alterungsprozess der Zellen beschleunigt.
Immunologische Bedeutung
Sonstiges
Erniedrigter Cysteinspiegel
Mögliche Ursachen:
- Protein-Mangelernährung
- Immundefekte
- Nicht gefrorenes Serum
Empfohlene Tagesdosis: 2x 300mg
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