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Gründe für das Altern
Man ist so alt, wie man sich fühlt!
Aber woran liegt es, dass sich einige Menschen bis ins hohe Alter jung
fühlen und auch die Vitalität und Lebensfreude eines Junggebliebenen
bewahren? - Die medizinische Forschung hat in den letzten Jahren einige
Antworten auf diese Frage gefunden. Sie hat erkannt, welche Vorgänge im
Körper den Alterungsprozess steuern. Somit kann vorzeitiges Altern heute
diagnostiziert und verzögert werden.
Alterungsgrund 1: Hormonmangel
Sie fühlen sich müde und abgespannt, schlafen nachts nicht mehr richtig
durch, merken, dass Ihr Gedächtnis nachlässt? Diese Signale können auf
einen Hormonmangel hindeuten.
Hormone dienen der Kommunikation zwischen verschiedenen Körperteilen.
Sie werden von Drüsen, Organen oder Geweben produziert, über das Blut
im ganzen Körper verteilt und an die Körperzellen weitergeleitet. Mit zunehmendem
Alter verringert sich jedoch die Produktion vieler Hormone in Ihrem
Körper: Die Kommunikation gerät ins Stocken.
Am bekanntesten ist dieser Prozess bei dem Sexualhormon Östrogen,
dessen Rückgang in erster Linie mit den Wechseljahren der Frau einhergeht.
Zu den Folgen gehören ein beschleunigter Abbau der Knochenmasse (Osteoporose)
sowie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Es sind noch weitere Hormone am Alterungsprozess beteiligt wie das
Sexualhormon Testosteron, das Schlafhormon Melatonin, das Wachstumshormon
und das Nebennierenhormon DHEA (Dehydroepiandrosteron).
Wie kann ein Hormonmangel festgestellt werden?
Die moderne Labordiagnostik kann die Konzentration verschiedener
Hormone messen. Benötigt werden Blut- oder Urinproben. Anhand der Testergebnisse
wird Ihr individuelles Anti-Aging-Profil erstellt. Dieses gibt Ihnen
Auskunft darüber, ob Ihr Hormonschutz noch ausreichend ist.
Sollte bei Ihnen ein Hormonmangel festgestellt werden, lässt sich dieses Defizit
durch Hormon- oder Nahrungsergänzungspräparate ausgleichen. Eine
solche Therapie empfiehlt sich vor allem bei Frauen in den Wechseljahren.
Sie kann aber auch viele Beschwerden des alternden Mannes lindern
helfen. Durch eine gezielte Therapie können Sie Ihre Leistungsfähigkeit und
Vitalität zurückgewinnen.
Alterungsgrund 2: Schäden durch Sauerstoff-Radikale
Asthma, Rheuma, Grauer Star, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose und
Krebs, aber auch Arteriosklerose und in der Folge Herzinfarkt, Schlaganfall
und Morbus Alzheimer - all diese Erkrankungen werden durch freie
Sauerstoff-Radikale begünstigt.
Freie Radikale sind hochreaktive Sauerstoffarten, die im normalen Energiestoffwechsel
der Körperzellen als Nebenprodukt anfallen. Aber auch
Ümwelt-Schadstoffe sowie vor allem Zigarettenrauch fördern ihre Produktion.
Der Körper wehrt sich gegen diese Substanzen mit sogenannten Antioxidantien.
Zu diesen zählen Vitamin C und E sowie die Vorstufe zum Vitamin
A, das Beta-Carotin. Sie schützen die Erbsubstanz, die Zellmembranen und
die Eiweiße in der Zelle vor den Angriffen der freien Radikale. Ünterstützt
werden sie dabei von Enzymen, die auf Mineralien wie Selen und Zink
angewiesen sind.
Doch dieser Schutz funktioniert nicht hundertprozentig: Mit zunehmendem
Alter und in besonderen Stresssituationen steigt die Gefahr eines
Antioxidantien-Mangels. Ein solcher Mangel erlaubt eine unnatürlich starke
Vermehrung der freien Radikale, die in der Folge Organe und Gewebe
schädigen. Sie selbst bemerken diesen schleichenden Prozess erst, wenn
Krankheitssymptome auftreten.
Wie lässt sich der körpereigene Schutz gegen freie Radikale messen?
Anhand von Urin- und Blutuntersuchungen im Labor kann bestimmt werden,
wie stark Ihre antioxidativen Schutzsysteme noch sind. Sollten die Labortests
einen zu geringen Antioxidantien-Spiegel aufdecken, kann Ihr Arzt
Ihnen geeignete Strategien zur Optimierung Ihrer Schutzsysteme empfehlen.
Alterungsgrund 3: Nachlassende Abwehrkräfte
Wenn Sie mit zunehmendem Alter häufiger an Infekten leiden, wenn diese
Infekte zudem schwerer verlaufen und länger andauern, so liegt das daran,
dass Ihre Immunkräfte nachlassen.
Ein geschwächtes Immunsystem kann zudem Autoimmunkrankheiten, wie
z.B. chronisches Gelenkrheuma, hervorrufen. Bei diesen Krankheiten richtet
sich ihr Abwehrsystem gegen eigene gesunde Körperzellen.
Wie kann das Immunsystem überprüft werden?
Drei Laboruntersuchungen können Aufschluss darüber geben, ob Ihr Immunsystem
noch intakt ist:
- Der erste Test zeigt, wie fit Ihre Immunzellen sind (Zellulärer Immunstatus).
- Eine zweite Üntersuchung stellt fest, ob Ihr Organismus genügend im
munrelevante Vitalstoffe (Antikörper sowie Vitamine und Mineralien) enthält
(Immuncheck).
- Im sogenannten Tumor-Killing-Test wird die Anti-Krebs-Wirkung Ihres
Immunsystems überprüft.
Alterungsgrund 4: Verzuckerung der Zellmembranen
Verhärtungen des Bindegewebes oder der Arterien, Linsentrübungen, eine
eingeschränkte Nierentätigkeit sowie eine nachlassende Nervenfunktion - all
diese Prozesse können ein und dieselbe Ürsache haben: eine Verzuckerung
der Zellmembranen.
Wenn die Eiweiße, die an der Oberfläche unserer Körperzellen ständigen Attacken
durch Zuckermoleküle (Glukose) ausgesetzt sind, diesen nicht mehr
entgegen wirken können, vernetzen und verkleben sie allmählich.
Bei einem erhöhten Zuckergehalt im Blut kommt es besonders schnell
dazu, dass die Gefäße ihre Elastizität verlieren und starr werden. Diabetes-
Patienten sind aus diesem Grund besonders gefährdet.
Wie kann man den Grad der Verzuckerung bestimmen?
Anhand einer Blutprobe kann heute gemessen werden, wie weit die Verzuckerung
fortgeschritten ist. Dabei wird in erster Linie der Zuckergehalt des
Hämoglobins im Blut (metabolischer Status) bestimmt.
Wird bei Ihnen eine zu hohe Verzuckerung festgestellt, können Sie Ihren
Glukosespiegel durch Ernährungsumstellung, Sport oder eventuell auch
durch Medikamente positiv beeinflussen. Auch Nährstoffe wie Chrom fördern
die Zuckerverwertung.
Alterungsgrund 5: Chromosomenschäden
Jede Körperzelle enthält unsere gesamte Erbinformation auf insgesamt 46
Chromosomen. Doch mit steigendem Lebensalter geht immer mehr Information
verloren; denn: Auch Chromosomen altern.
Bei jeder Zellteilung wird eine identische Kopie der Zelle hergestellt und auf
die Tochterzellen verteilt. Die Kopien sind jedoch unvollständig, da jeweils
die Endstücke der Chromosomen fehlen. Mit zunehmendem Alter verkürzen
sich die Chromosomen so immer weiter. Dies ist ein ganz natürlicher
Prozess, der sich nicht aufhalten lässt.
Ein weiterer Grund des Informationsverlustes stellen Mutationen dar, die mit
dem Lebensalter zunehmen. Stellen Sie sich eine Mutation wie ein falsch
geschriebenes Wort vor. Ist nur ein Buchstabe falsch, können Sie den Sinn
des Wortes vielleicht noch erfassen. Wenn sich die Fehler aber häufen,
geht die Information verloren. Fallen demnach in Ihren Körperzellen auf den
Chromosomen wichtige Kontroll-Gene aus, ist die Folge der Zelltod oder ein
krebsartiges Wachstum.
Wie können Chromosomenschäden erkannt werden?
Bisher gibt es nur sehr wenige Möglichkeiten, solche Chromosomenschäden
schnell und einfach zu erkennen. In einem Ürin-Test auf DNS-Oxidation
lassen sich erste Anzeichen einer erhöhten Mutationsrate bestimmen.
Sollten zu viele Mutationen festgestellt werden, ist zu einer Ümstellung Ihrer
bisherigen Lebensweise und Ernährung zu raten.
Zusätzlich kann Ihnen auf Grund der Laborergebnisse eine Nahrungsergänzung
empfohlen oder ein Medikament verschrieben werden. Da auch
Sauerstoff-Radikale Mutationen hervorrufen können, sollten Sie auf eine
ausreichende Versorgung mit Antioxidantien (Vitaminen, Enzymen, Proteinen)
achten sowie schädliche Strahlung und Chemikalien meiden.
So können Sie Ihre Vitalität und Lebensfreude bis ins hohe Alter erhalten!
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