Top-Themen
Lernschwäche und Hyperaktivität
Wie der Mangel von Omega-3-Fettsäuren und anderen Stoffen Ihrem Kind schaden kann
Das Intelligenzpotential eines Kindes hängt nicht nur von den altbekannten Faktoren wie zum Beispiel der Erziehung ab. Neue Studien belegen, dass auch Mängel von Omega-3-Fettsäuren, Aminosäuren und Proteinen Lernschwächen und –störungen hervorrufen und zur Hyperaktivität eines Kindes führen können.
An Aufmerksamkeits- und Lernfähigkeitsstörungen leidende Kinder scheinen einen geringeren Omage-3-Spiegel aufzuweisen als andere Kinder. Dabei kann eine geeignete Zufuhr an essentiellen Omega-3-Fettsäuren das Verhalten und ihre kognitiven Fähigkeiten positiv beeinflussen.
Eine Ungleichverteilung oder Unterversorgung hat daher weit reichende Folgen: Kinder leiden nicht nur an Hyperaktivität, sondern auch an vermehrt ängstlichem Verhalten, Impulsivität und einer Beeinträchtigung der motorischen Koordination.
In der Oxford-Durham-Studie erhielten 117 Schulkinder, die durch Störungen beim Lesenlernen (Dyslexie), bei der Handhabung von Gegenständen (Dyspraxie), Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität (ADHS) auffällig waren, Omega-3-Fettsäuren zur Nahrungsergänzung. Bei dreimonatiger Behandlung wurden deutliche Verbesserungen bei der Lese- und Sprechfähigkeit sowie im Verhalten beobachtet. Die Leistungen verblieben auf dem nach 3 Monaten erreichten Niveau und verbesserten sich sogar noch weiter.
Von den 16 mit Omega-Fettsäuren behandelten Kindern mit ADHS wurden 7 nach 3 Monaten als nicht mehr auffällig eingestuft, unter Placebo nur ein Kind von ebenfalls 16. Insgesamt waren die Kinder sehr viel ruhiger, konzentrierter und leistungsfreudiger als vor der Untersuchung. (Kursiv, Ganzimmun-Auszug)
Fachliteratur & Quellen:
Englische Studie über Omega-3-Fettsäuren und ihr Einfluss auf Aktivitäten und Verhalten von Schulkindern, Richardson, Calvin et al. 2000; Richardson and Ross 2001; Richardson and Puri 2002.
Blanz B., Hyperkinetische Störung, ADHD, Hyperaktivität, Kinderärztliche Praxis 2001; 72: Sonderheft 5-8 (2)
Burgess JR, Stevens L., Zhand W et al.: Long chain polyunsaturated fatty acids in children with attention-deficit hyperactivity disorder. The American journal of clinical nutrition 2000; 71 (1 Suppl): 327S-30S (3)
Richardson AJ, Ross MA: Fatty acid metabolism in neurodevelopment disorder: a new perspective on associations between attention-defect hyperactivity disorder, dyslexia, dispraxia and the autistic spectrum. Prostaglandines, Leukotrienes and Essential Fatty Acids 2000; 63 (1-2): 1-9 (4)
Stevens LJ, Zentall SS, Abate ML, Kuczek T, Burgess RB: Omega-3 Fatty Acids in Boys with Behavior, Learning and Health problems. Psychology Behavior 1996: 59: 915-920 (5)
Ward PE: Potential diagnostic aids for abnormal fatty acid metabolism in a range of neurodevelopmental disorders. Prostaglandins, leukotrienes and essential fatty acids 2000; 63 (1-2): 65-8
Schweizerische Gesellschaft für Verhaltens- und Kognitive Therapie
www.sgvt-sstcc.ch
Zurück zur Übersicht
Zurück zur Startseite
|