Anfahrt Kontakt Links & Quellen Patienten Intern Suche...
Schwerpunkte unter ganzheitlichem Aspekt: Integrative Medizin | Naturheilkunde | Diabetologie | Prävention
Ernährung | Stoffwechsel | Yoga, Meditation & Entspannungstherapien

Lexikon

Folsäure

Allgemeines

Folsäure ist ein Vitamin der B-Gruppe, das in der Darmflora hergestellt werden kann. In tierischen Produkten wie Leber liegt Folsäure als Monoglutamat vor, in pflanzlichen (z.B. Spinat) als Polyglutamat. Polyglutamate können weniger gut vom Körper verwertet werden.

Verschiedene Formen / Synonyme

  • Vitamin B9
  • Pteroylglutaminsäure
  • L-Folsäure
  • Funktion / Wirkung

    Folsäure wirkt bei der Bildung von Blutkörperchen und Schleimhautzellen mit. Außerdem hilft sie beim DNA-, RNA- und Proteinstoffwechsel und beim Abbau der Säure Homocystein, welche für das Herz-Kreislauf-System schädlich sein kann.

    Gesundheitliche Störungen und Krankheiten durch Mangel

    Ein Folsäuremangel macht sich zunächst mit unspezifischen Symptomen wie Reizbarkeit, Konzentrationsschwächen und depressiven Verstimmungen bemerkbar. Da Folsäure hauptsächlich für die Bildung von Schleimhäuten und Blutkörperchen verantwortlich ist, zeigen sich hier auch die ersten spezifischen Symptome, allerdings erst nach mehreren Wochen: Schäden der Schleimhäute oder Wunden heilen langsamer. Da Folsäure auch für die Senkung des Homocysteinspiegels sorgt, lässt ein Folsäuremangel diesen steigen und begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose oder Schlaganfälle. Bei ungeborenen Kindern kann Folsäuremangel zu Missbildungen wie dem so genannten offenen Rücken (Spina bifida) führen, weshalb Schwangere zusätzliche Gaben des Vitamins einnehmen sollten. Auch Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht sicher verhüten und möglicherweise schwanger werden könnten, sollten eine derartige Menge bereits zur Vorsorge nehmen. In letzter Zeit wird die Gabe von Folsäure zur Prophylaxe von Schlaganfällen und Herzinfarkten empfohlen.

    Vorkommen

    Folsäure ist enthalten in Blattgemüse wie Spinat und Salat, in Tomaten, Kartoffeln, in einigen Kohl- und Obstsorten und Produkten aus Vollkornmehl. Besonders reich an Folsäure sind Weizenkeime und Sojabohnen. Bei tierischen Lebensmitteln enthält Leber die höchsten Konzentrationen an diesem Vitamin, während andere Fleischarten und Fisch nur geringe Mengen enthalten.

    Täglicher Bedarf

    Der Mensch benötigt täglich 400 Mikrogramm, also 0,4 Milligramm Folsäure. Schwangeren wird eine Menge von 600 Mikrogramm empfohlen. Bei einer gesunden, ausgewogenen Ernährungsweise sollte der tägliche Bedarf eigentlich gedeckt werden, doch die wenigsten Menschen essen täglich frisches Gemüse, sodass 80–90 Prozent der Bevölkerung nicht den Tagesbedarf alleine durch den Verzehr normaler, unangereicherter Lebensmittel erreichen.

    Literatur / Quellen / Weblinks

  • Online-Informationen des Bundesinstituts für Risikobewertung: www.bfr.bund.de (Stand: 2004)
  • Brockhaus online: www.brockhaus.de (Stand: 2007)
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Umschau/Braus, Frankfurt/Main 2000
  • Zurück zur Übersicht

    Zurück zur Startseite

    AKTUELLES

    Termine [weiter...]

    NEWSLETTER

    Unseren aktuellen Newsletter finden Sie hier. [weiter...]

    KURSE IM ZENTRUM

    www.integrative-medicine.de www.integrativemedizin.eu

     
     
    Alle Kurse

    Coaching  
     

     

    LABOR

    Oxidativer Stress - Wegbereiter in die Multimorbidität
    Freie Radikale und ihre Bedeutung

    Bestimmung des biologischen Alters:
    Wie alt sind sie wirklich?

    Homocystein – Zuviel ist gefährlich für Herz, Hirn und Gefäße

    Lp(a), ein Risikofaktor für Arteriosklerose

    Welche Bedeutung hat Selen für den menschlichen Organismus?

    WEITERE INFORMATIONEN

    Mehrsprachige Website
    Dr. med. Angeli Neter:
    www.dr-neter.com

    Deutsch   Englisch   Spanisch

    Abonnieren Sie Dr. med. Angeli Neters Newsletter: Newsletter bestellen

    Veröffentlichungen:
    Die Studien des Berliner Arztes Ernst Joël (1893-
    1929) zu Rauschmitteln

    © 1991-2009 Dr. med. Angeli Neter | Impressum