Vitamin D – Warum Sie sich über dieses Vitamin Gedanken machen sollten

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Unter den Vitaminen gibt es eins, dass eine eine besondere Rolle für optimale Gesundheit und Wohlbefinden einnimmt: Vitamin D. In der Allgemeinbevölkerung ist es nicht gänzlich unbekannt – man kennt es als Vitamin oder Hormon bzw. Prohormon, welches mithilfe der Sonne in der Haut gebildet wird oder durch Ernährung zugeführt werden kann. Es wird im Fettgewebe gespeichert und von dort aus freigesetzt. Es kann jedoch sehr schnell zu Mangelerscheinungen kommen, die zu oft unentdeckt bleiben. Befinden Sie sich auf der sicheren Seite?

 

Wer kann einen Mangel an Vitamin D erleiden?

Besonders, wenn wir nördlich des 35. Breitengrads leben – z.B. oberhalb von Sizilien – laufen Sie Gefahr, einen Mangel an dem Sonnenvitamin zu erleiden(1). In Deutschland liegt ein Mangel bei nahezu allen Bürgern vor, unabhängig von der Jahreszeit. Bei etwa 30% der norddeutschen Bürger wurde in der Vergangenheit zur Winterzeit ein schwerer Vitamin D-Mangel festgestellt, d.h. ein Wert unter 27,5 nmol/l (2).

 

Was sind die Risikofaktoren für einen Mangel?

Zu den wichtigsten Risikofaktoren eines Vitamin D-Mangels zählt neben geringer Sonnenexposition eine niedrige Zufuhr von Vitamin D durch fettreiche Kost wie z.B. Wildlachs. Viel Zeit im Inneren und bedeckte Haut im Freien sowie die Verwendung von Sonnencremes verhindern den UV-B-Einfall auf die Haut und so wird die Produktion dieses wichtigen Vitamins in der Haut verhindert. Besonders für ältere Menschen und Übergewichtige besteht ein erhöhtes Risiko für einen Mangel.

 

Für was ist das Sonnenhormon im Körper verantwortlich?

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle beim Stoffwechsel. Es wird u.a. gebraucht, um ein Gleichgewicht von Kalzium und Phosphat aufrecht zu erhalten. Dieses Gleichgewicht ist z.B. wichtig für Muskeln und die Nerven. Läuft dieser Regulationsmechanismus nicht reibungslos ab, wie bei einem Vitamin D-Mangel, besteht die Gefahr von Erkrankungen des Skelettsystems wie z.B. Osteomalazie oder Rachitis (1). Darüber hinaus spielt das Vitamin u.a. eine Rolle bei der Insulinfreisetzung im Zuckerstoffwechsel, Immunabwehr und Regulation weiterer Stoffwechselvorgänge.

 

Was ein Mangel des Vitamins anrichten kann:

Folgende Krankheitsbilder werden mit einem Mangel an Vitamin D in Verbindung gebracht:

  • Entwicklung verschiedener Autoimmunerkrankungen
  • Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems
  • Störung der Muskelfunktionen
  • Krebs (in diesem Zusammenhang gilt „guter“ Spiegel als schützend)
  • Rheumatoide Arthritis (3)

 

Zur Laboruntersuchung von Vitamin D

Es ist möglich, in unserem Labor anhand eines Blutwerts den Versorgungsstatus eines Patienten genau zu bestimmen. Hierzu betrachten wir den 25-Hydroxyvitamin D-Wert. Einen genauen Bedarf festzulegen ist aus unserer Sicht eine individuelle Angelegenheit, da für jede Person aufgrund des Lebensstils, sei es Sonnenexposition oder Ernährungsweise, ein persönlicher Bedarf besteht.

 

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Weiterführende Literatur:

Krause, Dr. med. Rolfdieter (Hrsg.); Stange, Dr. med. Rainer(Hrsg.): Lichttherapie. Springer-Verlag Berlin. Heidelberg, 2012. ISBN: 978-3-642-16939-7

Quellen:

  • Bayer, W.; Schmidt, K.: Vitamin D. In: Ledochowski, Maximilian (Hrsg.): Klinische Ernährungsmedizin. Springer-Verlag. Wien 2010. S. 743
  • Diehl, Alexandra; Wedel, Gerd Siegfried; Lehnert, Hendrik et al.: Epidemiologische Untersuchungen zur Häufigkeit eines Vitamin D-Mangels in Norddeutschland. Laborärztliche Arbeitsgemeinschaft für Diagnostik und Rationalisierung. Geesthacht 2012
  • Bayer, W.; Schmidt, K.: Vitamin D. In: Ledochowski, Maximilian (Hrsg.): Klinische Ernährungsmedizin. Springer-Verlag. Wien 2010. S. 751-755
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