Herzfrequenzvariation

Messung der Herzfrequenzvariation (Anpassungsfähigkeit über den HRV-Test)

Die Messung der Herzfrequenzvariation bildet eine gute Grundlage in der medizinischen Diagnostik. Unser Herzschlag und unsere allgemeine Gesundheit stehen in enger Beziehung zueinander. In der klassischen Medizin fühlt der Arzt den Puls des Patienten und ist hierdurch in der Lage, eine Aussage zu seiner Gesundheit zu treffen. Der Herzschlag und die Atmung sind eng miteinander verbunden. Das Zusammenspiel dieser beiden Körpervorgänge vermittelt uns Informationen zum Gesundheitszustand des Patienten.

Bei optimaler Gesundheit ist das Herz fähig, sich den vielseitigen Begebenheiten des täglichen Lebens anzupassen. Hierbei spielt das vegetative Nervensystem eine große Rolle. Dieses Nervensystem steuert sowohl die Atmung als auch den Herzschlag. Bei der Messung der Anpassungsfähigkeit über den HRV-Test erhalten wir somit Informationen zu Krankheiten und nervlicher Belastung.

 

Warum die Herzfrequenzvariation messen?

Unter HRV (engl.: heart rate variability; auf deutsch auch Herzfrequenzvariation oder Herzratenvariabilität) verstehen wir die Fähigkeit des Organismus, die Frequenz des Herzrhythmus an momentane Situationen anzupassen. Es handelt sich um eine Art Flexibilität, die ein gesunder Körper bietet, damit wir optimal auf unsere Umwelt reagieren können. Bei einem sogenannten HRV-Scan wird dann ein spezielles EKG (Elektrokardiogramm, die Aufzeichnung der elektrischen Aktivitäten der Herzmuskelfasern) erstellt: Während der Messung atmet der Patient nach einem festgelegten Rhythmus, um das vegetative Nervensystem – insbesondere einen Teil dieses Systems, den Parasympathikus – zu stimulieren.

Dieser Teil des Nervensystems arbeitet selbsttätig und wird deshalb auch als autonom bezeichnet. Der Parasympathikus ist mitverantwortlich für die Steuerung innerer Organe und des Blutkreislaufs.

Weil die Herzfrequenzvariabilität ihren Ursprung in der Funktion des Nervensystems hat, lassen sich mit dem HRV-Scan prinzipiell Krankheiten und Störungen erkennen, bei denen es zu Auswirkungen auf den Herzschlag kommt: Ein funktionierender Parasympathikus lässt zum Beispiel den Herzschlag im Takt der Atmung schwanken. Diese Balance zwischen Atmung und Herzschlag verändert sich jedoch bei Erkrankungen und bei Reaktionen wie Ärger, Angst oder Stress. Mit dem HRV-Scan sind wir in der Lage, Störungen der Gesundheit im EKG sichtbar zu machen. Auf dieser Grundlage erhalten wir umfassende Informationen, die die weitere Diagnostik, wie zum Beispiel Laborwerte, sinnvoll ergänzen. Insbesondere in der Stressdiagnostik ist der HRV-Scan von großer Bedeutung.

 

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